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Mediation beim Amtsgericht Bückeburg

Seit 1. Juli 2009 Mediation beim Amtsgericht Bückeburg, jetzt beim Güterichter.


Mediation vor dem Güterichter beim Amtsgericht Bückeburg

Vielen Konfliktparteien ist es nicht gelungen, außergerichtlich eine Einigung zu finden. Der Rechtsstreit ist daher bereits bei Gericht anhängig. Auch jetzt ist es für eine einvernehmliche Lösung noch nicht zu spät. Es gibt neben dem Abschluss eines gerichtlichen Vergleichs vor dem Abteilungsrichter die Möglichkeit, in einer Mediation vor dem Güterichter selbstbestimmt eine Lösung des Konflikts herbeizuführen. Deshalb hat das Amtsgericht Bückeburg zum 1. Juli 2009 eine Mediationsabteilung eingerichtet, wie es sie bereits an vielen niedersächsischen Gerichten gibt. Seit dem 1. Juli 2012 wird diese als Güterichterabteilung mit zwei Güterichterinnen fortgeführt. Die Güterichterinnen sind als Mediatorinnen ausgebildet und bieten weiterhin Mediationen an.

Mediation ist ein weltweit anerkanntes Konfliktlösungsverfahren, bei dem zwei oder mehrere sich streitende Parteien mit Hilfe eines fachlich ausgebildeten allparteilichen Dritten (Mediatorin oder Mediator) versuchen, eine einvernehmliche Lösung ihres Konflikts zu finden.

Gegenüber dem streitigen Verfahren ergeben sich Unterschiede, die oft als Vorteil empfunden werden: Die Teilnahme an der Mediation erfolgt ausschließlich auf freiwilliger Basis. Das Verfahren ist nicht öffentlich, es wird Vertraulichkeit zugesichert. Der Güterichter fällt keine Entscheidung. Er unterstützt die Parteien zusammen mit deren Rechtsanwälten bei der Suche nach gemeinsamen Lösungen, wobei die Methoden der Mediation angewendet werden. Er sorgt dafür, dass alle aus Sicht der Parteien wesentlichen Interessen und Aspekte berücksichtigt werden und hilft ihnen, festgefahrene Situationen zu überwinden. Ein Mediationstermin vor dem Güterichter wird kurzfristig angeboten. Für die Dauer der Mediation wird das gerichtliche Verfahren zum Ruhen gebracht. Wichtig für den Erfolg einer Mediation vor dem Güterichter ist, dass die Parteien trotz aller Widrigkeiten, die sie jeweils durch den Konflikt erfahren, bereit sind, sich an der Suche nach einer gemeinsamen Lösung zu beteiligen und einen Kompromiss nicht von vornherein für sich ausschließen.

Eine erfolgreiche Mediation vor dem Güterichter endet mit einer schriftlichen Vereinbarung, die als gerichtlicher Vergleich zu einem unmittelbaren Abschluss des Verfahrens führt. Zeigt sich dagegen, dass die Mediation für die Konfliktparteien nicht der richtige Weg ist, hat der Güterichter zunächst die Möglichkeit, in Absprache mit den Parteien eine andere Methode der Konfliktlösung anzuwenden. So könnte das Gespräch zum Beispiel als Vergleichsgesprächs fortgeführt werden, wenn dies von den Parteien gewünscht ist. Ansonsten wird das gerichtliche Verfahren wieder aufgenommen und vom gesetzlichen Richter weitergeführt.

Gelingt es, ein solches Mediationsgespräch in Gang zu setzen, so sind gegenüber der streitigen Entscheidung regelmäßig umfassendere und nachhaltig befriedigende Lösungen zu erzielen. Das Ergebnis ist eine Konfliktlösung ohne Gewinner und Verlierer, im Idealfall sogar mit zwei Gewinnern.

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